Textil-Glosar

Atmungsaktivität

Ist die Bezeichnung für den Feuchtigkeitstransport und steht damit für die Wasserdampfdurchlässigkeit eines  Materials von innen nach außen. Ein Kriterium für die Atmungsaktivität ist der MVTR-Wert (moistore-vapour-transmission-rate). Gemessen wird die Wassermenge, die bei einem Test im Labor innerhalb von 24 Stunden durch einen Quadratmeter Stoff verdunstet. Je höher die gesammelte Menge ist, umso höher ist die Atmungsaktivität.


Baumwolle

Premium-Hersteller verwenden ausschließlich gekämmte Baumwolle mit einer Mindeststapellänge von 30 mm. Verschiedene Ausrüstungen verbessern die Qualität der hautsympathischen Naturfaser noch weiter. Die 15- bis 50 % igen Polyester-Beimischungen, die bei einigen unserer Bekleidungsstücke verwenden, vereinen die Vorzüge reiner Baumwolle mit denen hochwertiger Kunstfasern: Das macht diese Stoffe besonders strapazierfähig, haltbar und angenehm zu tragen.


Bluesign

BluesignMit dem bluesign®-Standard verfügen Hersteller über ein Instrument, um „Environment, Health und Safety“- (EHS)-Fragen in der gesamten Zulieferkette zu managen. Um bluesign®-Member zu werden, verpflichten sich die  Hersteller freiwillig der Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR). Es ist das Anliegen, Generationengerechtigkeit, Lebensqualität und gesellschaftliche Verantwortung konkret zu gestalten.

 


Bügelfreie Ausrüstung

Das Schöne an Bügelfreien-Hemden und -Blusen ist: Nicht nur das Tragen, sondern auch die Pflege ist kinderleicht – denn die Hemden und Blusen sind dauerhaft bügelfrei ausgerüstet. Bügelfrei heißt: waschen, trocknen und startklar.


 BSCI

BSCIBSCI steht für „Business Social Compliance Initiative“ und wurde 2003 als Non-Profit-Organisation gegründet. Die BSCI bietet Wirtschaftsunternehmen ein systematisches Überwachungs- und Qualifikationssystem an, um die Arbeitsbedingungen von Menschen in der weltweiten Wertschöpfungskette verbessern zu können. Inhaltlich beruht der Kodex auf internationalen Verträgen zum Schutz von Arbeitnehmerrechten.
Unabhängige Zertifizierungsgesellschaften überprüfen in Audits, ob die selbst auferlegte (oft auch von Kunden geforderte) Einhaltung der BSCIStandards erfüllt wird.

 


 COOLMAX®

coolmaxIst ein Hightech-Funktionsmaterial von Invista mit perfektem Tragekomfort, das die Körperwärme optimal reguliert: Seine speziellen 4- bzw. 6-Kanal-Fasern transportieren Feuchtigkeit unmittelbar zur Stoffoberfläche, wo sie extrem schnell verdunstet.

 

 

 


Einlaufvorbehandlung

Die Einlaufvorbehandlung ist eine mechanisch-thermische Textilbehandlung. Sie garantiert, dass auch nach dem Waschen nur geringes Einlaufen innerhalb der vorgegebenen Toleranzen stattfindet.


 Global Compact

Global CompactAls Mitglied der Deutschen Global Compact bekennen sich Hersteller von Textilien zu den zehn Prinzipien der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung.

 

 

 


Interlock

Ist eine dehnfähige, doppelflächige Maschenware, die auf beiden Warenseiten nur rechte Maschen zeigt.


 

Jersey

Feinmaschige Maschenware für Oberbekleidung in Single- oder Double-Qualitäten. Der Name stammt vermutlich von der größten und bekanntesten der Kanalinseln, der Insel Jersey.


 

Lycra®

Lycra LogoVon Invista (früher: Du Pont) ist ein besonders hochwertiges Marken-Elasthan mit extrem hoher Dehnfähigkeit und ebenso hoher Rücksprungkraft: Viele Anbieter weichen auf weniger namhafte Produkte aus.

 

 


Maschenbild

Aufs Maschenbild achten Premiumhersteller ganz besonders, denn es ist ein Qualitätsmaßstab für gute Ware. Deshalb haben diese Textilien ein wunderbar gleichmäßiges und enges Maschenbild und behalten auch nach vielen Wäschen zuverlässig die Ursprungsform.


Mehrlagenlaminate

Alle Jacken, die mit einer Membrane ausgestattet sind, bestehen mindestens aus zwei Lagen unterschiedlicher
Materialien, weshalb der Stoff auch Mehrlagenlaminat genannt wird. Dabei handelt es sich bei der 1. Lage um das Außenmaterial welches auch die Optik und Haptik des Produktes prägt. Die 2. Lage ist die Membrane, die durch ein spezielles Verfahren mit dem Oberstoff verbunden wird. Um eine Membrane vor mechanischer Beanspruchung zu
schützen, kommen unterschiedliche Möglichkeiten der Verarbeitung in Frage, die zu einer Entstehung zusätzlicher Lagen führen können. Bei 2-Lagen-Laminaten ist die Jacke innen zusätzlich mit einem leichten Futter ausgestattet werden, das an der Innenseite der Jacke lose verarbeitet wird und so den direkten Kontakt mit der Membrane verhindert. Bei 2,5-Lagen-Laminaten ist die Membrane auf der Innenseite der Jacke mit einer zusätzlich
aufgedruckten Beschichtung (1/2-Lage) versehen, welche den direkten Kontakt mit der Membrane verhindert und so dem Schutz der Membrane dient. 2,5-Lagen-Stoffe sind zwar nicht ganz so robust wie 3-Lagen-Stoffe aber dafür leichter und vom Volumen kleiner.
Die 3-Lagen-Laminate ähneln auf den ersten Blick den 2,5-Lagen-Laminaten. Allerdings ist anstatt der aufgedruckten Beschichtung eine weitere Lage Stoff (z. B. Microfleece oder Mesh) aufgebracht. Diese 3. Lage macht das Mehrlagenlaminat sehr strapazierfähig und bietet einen angenehmen Tragekomfort. Damit Bekleidung aus Mehrlagenlaminaten wirklich zu 100% wasserdicht sind, müssen die Nähte nach der Konfektion noch mit einer zusätzlichen Tape-Versiegelung wasserdicht gemacht werden. So wird verhindert, dass entlang der Nähte durch die von der Nadel entstandenen Löcher im Stoff und der Membrane Wasser eindringt und nach innen gelangt.
Bekleidung, die aus Mehrlagenlaminat hergestellt ist, deren Nähte aber nicht getaped wurden, sind daher
nur wasserabweisend.


Membrane in Textilien

Eine Membrane ist eine spezielle Folie, die in einem mechanischen Verfahren auf die Rückseite des Oberstoffes
laminiert (durch Wärmeentwicklung miteinander verbunden) wird. Die Membrane ist hochwertiger als eine Beschichtung, weil sie abriebfester und somit stärker beanspruchbar und langlebiger ist. Eine Membrane ist so konstruiert, dass sie Flüssigkeiten und Gase voneinander trennen kann. So kann Flüssigkeit (Regen) nicht eindringen, aber Gase in Form von Wasserdampf (Schweiß) können entweichen. Die Membrane sorgt so für die Atmungsaktivität von Funktionsbekleidung. Wäre dies nicht der Fall, würde sich Wasserdampf an der Innenseite der Jacke sammeln oder Nässe von außen in die Jacke eindringen. Der Träger würde die Nässe auf den unteren Bekleidungsschichten und der Haut spüren, was neben mangelndem Komfort auch eine Abkühlung der Körpertemperatur bedeuten würde.


Microfleece

Das samtweiche, sehr dichte Material aus 100% Polyester ist kuschelig, pflegefreundlich, extrem leicht,
wärmend, windabweisend, elastisch, mit hohem Tragekomfort und im Idealfall mit einer zusätzlichen mechanischen Anti-Pilling-Ausrüstung versehen.


Polyesterstoffe

Stoffe aus Polyester sind reißfest, leicht und nehmen nahezu keine Feuchtigkeit auf. Sie bieten zudem eine ausgewogene Relation zwischen Isolation, Feuchtigkeitstransport, Reiß- und Scheuerfestigkeit und sind daher derzeit die am häufigsten verarbeiteten Stoffe im Bereich der Funktions- und Sportbekleidung. Da Polyesterfasern synthetisch hergestellt werden, gibt es ein großes Angebot an unterschiedlichen Fasern und somit für jede Anforderung das richtige Produkt.
Dabei sind die Eigenschaften sehr unterschiedlich und haben Auswirkungen auf die Funktion, den Feuchtigkeitstransport und den Tragekomfort der Bekleidung.


 Öko-Tex Standard 100 – textiles Vertrauen

Öko Tex Standard 100Der Öko-Tex Standard 100 des Instituts Hohenstein zertifiziert und gewährt die ökologische Verträglichkeit.
Nach den Richtlinien des Öko-Tex Standards 100 darf der Anteil von Formaldehyd, Pestiziden und Schwermetallen bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Darüber hinaus werden der pH-Wert sowie die Schweiß- und Wasserechtheit ermittelt. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der Öko-Tex-Gemeinschaft unter: www.oeko-tex.com.

 

 


Pima-Baumwolle

Pima-Baumwolle hat ihren Ursprung in Südamerika. Diese Baumwollart produziert eine der längsten und feinsten Baumwollfasern (ELS-Fasern = Extra Long Staple, meint: extralang und extrafein) mit einer Faserlänge von ca. 36 mm. Textilien aus hochwertiger Pima-Baumwolle knittern weniger, haben eine glattere Oberfläche und sind deutlich weicher, anschmiegsamer und dabei dennoch fester und voller im Griff.


Piqué

Piqué ist ein Gewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Es erscheint wie gesteppt (piqué) und gehört zu den Doppelgeweben. Klassisches Material für Poloshirts.


Ripstop

Ripstop bezeichnet Stoffe, die in einer speziellen Technik gewebt und besonders reißfest sind. Dabei werden im Abstand von normalerweise 5 bis 8 Millimetern dickere Fäden in das ansonsten dünnere Gewebe integriert. Das Gewebe erhält dadurch eine mehr oder weniger deutliche „Rechenkästchenstruktur“. Vorteile von Ripstop-Geweben sind das sehr gute Gewichts-Stabilitäts-Verhältnis und die Weiterreißfestigkeit.


Softshell

Softshell kombiniert die äußere und mittlere Bekleidungsschicht in einem einzigen Produkt, wofür sonst für die Funktionsfähigkeit zwei schwerere Bekleidungsschichten gefragt waren. So ist mit Softshell eine leichte Lösung gefunden worden, bei der der Tragekomfort erhöht wird und gleichzeitig Gewicht wie auch Volumen schrumpfen. Rein äußerlich handelt es sich bei Softshell um eine ganz normale Jacke. Das Material ist jedoch robuster, wehrt Nässe ab, hält das Körperklima konstant und bietet durch seine Elastizität viel Bewegungsspielraum. Softshelljacken eignen sich hervorragend für die Workwear und alle Frischluftaktivitäten, bei denen gefütterte Winterjacken hinderlich sind. Sie werden zwischen Fleece- und festen Wetterschutzjacken eingeordnet, sind dabei aber viel winddichter, wärmer als Fleece, jedoch nicht so wasserdicht wie eine wirkliche Wetterschutzjacke.


Stretch

Durch die Zugabe von Lycra® wird einigen Stoffen eine Dehnfähigkeit gegeben, die dem Träger der Bekleidung
einen höheren Komfort und mehr Bewegungsfreiheit bietet.


Strick

Strickwaren sind gestrickte Kleidungsstücke, welche im Vergleich zu Geweben oder Wirkwaren dicker, schwerer und wärmeisolierender sind. Durch die Herstellung von Maschen mithilfe eines Fadens oder Garns sowie zweier oder mehrerer Nadeln entsteht ein elastisches Rechts/Links-Gestrick.


Sweat- und Futterware

Eine einflächige, meist rundgewirkte Maschenware, bei der zusätzlich ein weicher Futterfaden so eingebunden ist, dass er durch einen Deckfaden auf der Vorderseite unsichtbar bleibt. Fertigwaren zeigen auf einer Warenseite rechte Maschen und können auf der Rückseite stark geraut sein. Durch das Rauen kann Bekleidung aus Sweatware an der Innenseite zu einer „Fusselbildung“ neigen, die aber nach den ersten Wäschen endet.


Textilgewicht

Gemessen in Gramm pro Quadratmeter, sagt das Textilgewicht etwas über Griff und Qualität der Ware aus.


THINK GREEN – WASH AT 30° C

Ihr aktiver Beitrag zum Umweltschutz: Unterstützen Sie die Umweltinitiative THINK GREEN – WASH AT 30° C. Der Energieverbrauch einer Waschmaschine ist vorrangig von der Wahl der Waschtemperatur abhängig. Niedrige Waschtemperaturen benötigen weniger Strom, da das Waschwasser nicht so stark erhitzt werden muss. Durch die geringe Waschtemperatur wird somit auch weniger CO2 produziert als bei hohen Waschtemperaturen. Moderne Waschmittel waschen bereits bei geringen Waschtemperaturen von 30° C gut. Somit sind hohe Waschtemperaturen
meist nicht erforderlich, um Textilien von Schmutz und Flecken zu befreien. Der Hygieneaspekt ist auch bei dieser Waschtemperatur ausreichend gewährleistet, wenn die Bekleidung nicht durch Keime verunreinigt ist. Das betont auch das Umweltbundesamt: www.umweltbundesamt.de.


TRIACTIVE®

Textilien aus diesem hochwertigen Funktionsgarn leiten Feuchtigkeit durch die Mehrkanal-Technik der speziellen Garnkonstruktion beschleunigt nach außen ab: die ideale Bekleidung für jede schweißtreibende Betätigung!


TRIACTIVE ®-PRO

TRIACTIVE®-PRO steht für wasserdichte, winddichte und wasserdampfdurchlässige Gewebe. Premiumhersteller setzen TRIACTIVE®-PRO überall dort ein, wo Bekleidung eine sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit (Atmungsaktivität) und Wasserdichtigkeit aufweisen muss.


Wasch- und Pflegeempfehlung

Alle unsere Textilien lassen sich unter haushaltsüblichen Bedingungen bei den im Pflegeetikett angegebenen
Werten pflegen. Unser Tipp: Vor der Wäsche die Innenseite nach außen drehen, um das Material vor dem Scheuern an der Trommel zu schützen. Helle Bekleidung nicht mit dunklen Farben waschen. Einige besonders ausgezeichnete Bekleidungsstücke können auch in der gewerblichen Wäsche gepflegt werden. Wenn Sie diese Empfehlung beachten, dann können Sie viele Jahre Freude an Ihren Bekleidungsstücken haben.


Wassersäule

Diese Maßeinheit gibt Auskunft über die Dichtigkeit von Geweben. Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasser auf dem Gewebe lasten kann, bevor es Feuchtigkeit durchlässt. Ein Meter Wassersäule entspricht in etwa 0,098 bar. Nach Erreichung eines bestimmten Wertes gilt das betreffende Gewebe als wasserdicht. Erst ab 1.300 mm Wassersäule darf Bekleidung als wasserdicht bezeichnet werden.


Winddichtigkeit

Winddichte Textilien sollen ein zu schnelles Auskühlen durch Wind verhindern. Je höher die Windgeschwindigkeit,
umso kälter die gefühlte Temperatur. So wird etwa eine Außentemperatur von -1° C bei einer Windgeschwindigkeit von 64 km/h wie -21° C erlebt. Dieser Effekt wird Neudeutsch als „Windchill“ bezeichnet und soll von winddichten Textilien verhindert werden.

 

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